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Spaniens gesamtwirtschaftliche Lage ist gut. Die Wirtschaft wächst (etwa 3,4 % in 2005). Das Wachstum hat sich positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Fast 900.000 neue Jobs wurden innerhalb eines Jahres bis Anfang 2006 geschaffen. Die Arbeitslosenquote konnte von 10,3 % im Dezember 2004 wieder unter die Zehn-Prozent-Marke gedrückt werden (Mai 2006: 9,8 %).
Der Dienstleistungssektor trägt in Spanien, wie in anderen Industrieländern auch, am stärksten zur Beschäftigung bei (zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten in diesem Bereich). Es folgen die verarbeitende Industrie (18 %), Bauwirtschaft (9 %) und Landwirtschaft (3 %). Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige und erwirtschaftete im letzten Berichtsjahr über 25 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Industriesektoren zählen die Kfz-Herstellung, Chemie, Metallprodukte und Lebensmittel.
Beschäftigungschancen und Lohnhöhe sind regional unterschiedlich. Als wirtschaftlich stärkste Regionen gelten Madrid, Katalonien und das Baskenland. Gemäß dem Instituto Nacional de Estadistica (INE) ist die Arbeitslosigkeit in den drei autonomen Regionen Madrid, Aragon und Navarra Anfang 2006 am niedrigsten, gefolgt vom Baskenland, Rioja und Katalonien.
Die Zahl der Beschäftigten stieg insbesondere in den Branchen Dienstleistungen, Baugewerbe und Landwirtschaft an. Im Industriesektor nahm die Zahl der Beschäftigten hingegen ab. Am stärksten stieg die Zahl der Arbeitsplätze in Andalusien, Valencia, Katalonien, dem Baskenland, in Madrid und auf den Kanaren.
Ein Charakteristikum der spanischen Beschäftigungsverhältnisse ist der hohe Anteil an befristeten Arbeitsverträgen (ein Drittel).
Die spanischen Firmen suchen qualifiziertes Personal. Gute Beschäftigungschancen haben Handwerker (Maurer, Bausteinmetzen, Betonierer, Schweißer, Brennschneider, Zimmerer, Bautischler, Kfz-Mechaniker und -schlosser), Köche, Kellner und Barkeeper, Lkw-Fahrer, technische und kaufmännische Handelsvertreter sowie Reinigungspersonal. Unter den akademischen Berufen ist die Nachfrage nach IT-Experten, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern auf dem spanischen Arbeitsmarkt am größten. An Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern gibt es hingegen ein Überangebot an jungen Universitätsabsolventen.
Deutsche haben auf dem spanischen Arbeitsmarkt nur Chancen, wenn sie die Sprache beherrschen (Spanisch bzw. auch Katalonisch in der Region Barcelona). Spanische mittelständische Unternehmen, die sich auf dem deutschen Markt engagieren, bieten die größten Beschäftigungsmöglichkeiten. Tochterunternehmen deutscher Konzerne stellen hingegen kaum deutsches Personal ein, sondern eher Spanier mit deutschen Sprachkenntnissen. schließen  |
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