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Andalusiens Sehenswürdigkeiten

Córdoba
Andalusien - Córdoba

Córdoba

Córdoba liegt am Ufer des sanft dahinfließenden Guadalquivir. Der altehrwürdige Fluss durchquert die Provinz von Osten nach Westen und teilt sie in zwei sehr unterschiedliche Landschaftsbereiche auf. Im Norden das Gebirge Sierra Morena und im Süden, die Campiña, das offene Anbauland.

Die Sierra Morena ragt schützend hinter Córdoba auf. Über die Sierra verstreut liegen Ortschaften wie Hinojosa del Duque, Belalcázar, Pozoblanco oder Fuente Obejuna, die nicht nur historische Kulturschätze bergen, sondern auch große Bedeutung für die Landwirtschaft und Viehzucht haben. Die Campiña, die sich vor den Toren der Stadt ausbreitet, ist bezeichnend für die Landschaft Córdoba mit ihren Olivenhainen, Weinbergen, Obst- und Gemüsegärten und goldschimmernden Hügeln.

Córdoba war einst das "Mekka des Westens" und stand im 10./11. Jahrhundert als eigenständiges Kalifat in üppigster Blüte. Die Hauptattraktion Córdobas ist der "Wald der 1000 Säulen" in der Mezquita, der ehemaligen Hauptmoschee der Stadt. Das Gotteshaus, das unter Abd Ar Rahman I. (756-788) und drei seiner Nachfolger entstand, gehört zu den bedeutendsten Werken orientalischer Baukunst auf europäischen Boden. Im Jahre 1523 entstand inmitten der einzigen maurischen Moschee, die auf spanischem Boden erhalten blieb, eine Kathedrale, die den harmonischen Gesamteindruck der Moschee stark beeinträchtigt.

Rund um die Mezquita sprudelt das Leben von Córdoba. Man treibt ins historische Judenviertel hinein, in die Festungsresidenz der katholischen Könige und über den Guadalquivir zum Calahorra-Turm, der einst zum Verteidigungsgürtel der Mauren gehörte.

In der Torre de Calahorra ist heutzutage ein interessantes Museum untergebracht, das Aufschluss über die Lebensweise und das Zusammenleben der Araber, Juden und Christen im früheren Spanien gibt. Die Torre de Calahorra wird durch die römische Brücke (Puente Romano) mit der Stadt verbunden. Von hier sind die Wasserräder der alten Mühlen die sich einst am Rio Guadalquivir drehten, zu sehen.

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In der Innenstadt Córdobas stößt man auf den Alcázar de los Reyes Cristianos, eine im 14. Jahrhundert erbaute Festungsanlage, die später erweitert und von den katholischen Königen als Residenz genutzt wurde. Traumhaft schön sind die Gärten im Alcázar.

Eines der bedeutendsten Stadttore Córdobas ist die Puerta de Almódovar, das Tor in das ehemalige Judenviertel. Es ist besonders auffallend, dass der Lauf der Jahrhunderte und die zahlreichen Spuren, die die verschiedenen Kulturen hinterlassen haben, diesem Viertel kein bisschen seiner außerordentlichen Persönlichkeit genommen haben. Ein herrliches, sehenswertes Bauwerk innerhalb des Judenviertels ist zweifellos die alte Synagoge. Es handelt sich hierbei um die einzige noch erhaltene Synagoge Andalusiens und eine der wenigen in ganz Spanien.

Córdoba pflegt eine blühende Stadtkultur. Wortwörtlich und kübelweise - in kaum einem Patio fehlt überbordender Pflanzenschmuck. Und im altstädtischen "Blumengässchen" Calleja de las Flores erst recht nicht.

Vor den westlichen Toren Córdobas breitet sich Medina Azahara aus, ein Palastbezirk, den Kalif Abd al-Rahman III. im 10. Jahrhundert anlegen ließ. Die Ruinenstadt Medina Azahara steht für die Pracht und die Zerstörung, für den Anfang und das Ende der Kalifenzeit. Erst im Jahre 1990 wurde mit der Restaurierung und mit den Ausgrabungen an diesem herrlichen Ort begonnen, dank derer man heutzutage einige der einst so prächtigen Salons bewundern kann, wie z.B. der Salon der Wesire.

Von Córdoba nach Norden gelangt man in die Sierra Morena. An zahlreichen Stauseen und den Burgen von EL Vaca und Belmez vorbei führt die Straße in die Nachbarregion Extremadura.

In südöstlicher Richtung kann man der Straße nach Jaén und Granada folgen. Sie passiert den Ort Castro del Rio.

Auf dem Weg nach Málaga führt die von Córdoba südlich gehende Straße an der Stadt Montilla vorbei, die wegen des nach ihr benannten Montilla-Moriles, einem sherryähnlichen Wein, bekannt ist. Die Qualität des leider nur in geringen Mengen exportierten Weines ist der des berühmten Sherry aus Jerez durchaus vergleichbar, der Preis allerdings liegt wesentlich niedriger.

30 km weiter kommt man an Lucena vorbei. In maurischer Zeit war Lucena eine jüdische Stadt mit Selbstverwaltung.

Nimmt man den Weg nach Westen Richtung Sevilla über die nahe am Guadalquivir und unterhalb der Sierra Morena verlaufende Straße, so stößt man nach wenigen Kilometer auf Almodóvar del Rio, das von einer turmverstärkten Ritterburg beherrscht wird. Wer nach Palma del Rio weiterfährt, sollte es nicht versäumen, sich noch einmal umzublicken: Wie ein unzerstörter Kindheitstraum hebt sich die stolze Festung als graue Silhouette aus der leuchtend roten Erde der andalusischen Landschaft hervor.

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